Südafrika, wunderschönes Ende der Welt

Wie bei vielen meiner Freundinnen war das Bild, das ich als Kind von Südafrika hatte, sehr unscharf und von der Vorstellung großer Armut geprägt. Erst als ich älter wurde, veränderte sich dieses Bild, und nachdem einige Bekannte und entfernte Verwandte die weite Reise gewagt hatten und allesamt begeistert zurückkamen, wurde auch ich neugierig.

Teures Sehnsuchtsziel

Eine Reise nach Südafrika ist immer auch eine Frage des Geldes. Das bedeutet nicht, dass man in teuren Hotels und exklusiven Lodges übernachten muss, auch wenn dies sicher nicht die schlechteste Wahl ist, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt. Es gibt auch in den südafrikanischen Städten Hostels, die Backpacker von überall auf der Welt willkommen heißen und eine günstige Übernachtungsmöglichkeit bieten. Nachdem ich mich in meinem Urlaub auch erholen wollte, weigerte ich mich, in einem Schlafsaal mit zehn Betten zu übernachten. Das erhöhte zwar unsere Ausgaben für die Übernachtungen, aber ich empfand dies als sinnvolle Investition. Dafür gingen wir nie essen, sondern kauften uns unser Essen im Supermarkt und kochten in den Hostelküchen.

Trotzdem war der Urlaub einer der teuersten, die ich je gemacht habe. Warum? Zum einen war der Flug nicht ganz billig, obwohl wir stundenlang nach günstigen Tickets gesucht haben. Aber ein 10-Stunden-Flug kostet selbst dann eine ordentliche Stange Geld, wenn man das Glück hat, ein Schnäppchen zu erwischen. Ein weiterer Grund, warum ein Urlaub in Südafrika ebenso teuer, wie einmalig ist, liegt darin, dass man in der Zeit dort etwas erleben möchte.

Stadt, Land, Safari

Löwen, Elefanten und Giraffen in freier Wildbahn zu erleben war einer der Gründe, warum mich Südafrika so faszinierte. Und ich kenne niemanden, der nach Südafrika geflogen ist und auf den Nervenkitzel verzichtet hätte, die Raubtiere aus nächster Nähe zu bewundern. Aber der Eintritt in die Nationalparks, die Fahrtkosten dorthin und die Guides – all das kostet. Es ist zwar nicht unverschämt teuer, aber es summiert sich doch auf, sodass mein Bankkonto nach meiner Rückkehr ziemlich leer war.

 

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