Mumbai, Metropole am Arabischen Meer

Die meisten Menschen kennen die indische Stadt unter ihrem ehemaligen Namen: Bombay. Von diesem leitet sich auch Bollywood, die Bezeichnung für die indische Filmindustrie ab. Der Name ist eine Anlehnung an das amerikanische Hollywood. Natürlich hätte ich es lustig gefunden, wenn in meinem Urlaub mir unbekannte Menschen in einer Art Flashmob auf offener Straße anfangen würden zu singen und zu tanzen. Aber das ist nicht geschehen. Stattdessen bekam ich bereits im Flugzeug einen Vorgeschmack darauf, wie fremd ich mich auf dem indischen Subkontinent fühlen würde. Obwohl wir den deutschen Boden noch nicht verlassen hatten, sprachen um mich herum plötzlich alle eine mir unbekannte Sprache. Auch sah ich Kopfbedeckungen, die in meinem Alltag normalerweise nicht existierten: Turbane.

Fremde Kulturen

Ich war voller Vorfreude, als das Flugzeug abhob, wusste aber gleichzeitig nicht so genau, was mich eigentlich erwartete. Laut, schmutzig und unglaublich anstrengend lautete die wenig prickelnde Beschreibung einer entfernten Tante, als ich sie nach ihren Eindrücken aus diesem riesigen Land fragte. Als ich mit dem Taxi vom Flughafen Mumbai zu meiner Unterkunft fuhr, verstand ich, was sie gemeint hatte, auch wenn ich ihr negatives Bild nicht teilte. Ich fand das Chaos, die unzähligen Menschen und das farbenfrohe Stadtbild aufregend und konnte es kaum erwarten, die Stadt bei Tageslicht zu erkunden.

Mich begeisterte die Stadt mit ihren zahlreichen Kolonialbauten, den langen Sandstränden und den allgegenwärtigen Rikschas, die sich in halsbrecherischen Geschwindigkeit und waghalsigen Manövern zwischen den Autos hindurchschlängelten. Am meisten blieb mir jedoch in Erinnerung, dass ich immer zwei große Wasserflaschen in meinem Rucksack mitschleppte und mir jeden Abend die Schultern schmerzten. Einerseits freute ich mich über die sommerlichen Temperaturen, andererseits zwangen mich die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit dazu, deutlich mehr als sonst zu trinken, damit ich nicht dehydrierte. Ich war es gewohnt, dass das Wasser aus der Leitung Trinkwasserqualität hatte. In Mumbai hingegen sollte man Leitungswasser nur dann trinken, wenn man den Wunsch nach einer schweren Magenverstimmung verspürt.

 

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