Die ewige Stadt

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Städtereisen als besonders entspannend empfindet. Aber drei Städte muss man meiner Meinung nach gesehen haben: Rom, Paris und New York. Da ich die italienische Küche liebe, hat es mir von diesen drei Städten Rom besonders angetan.

Sklave meiner To-do-Liste?

Als ich die Reise in die ewige Stadt plante, wurde ich von der Menge an To-dos schier erschlagen. Natürlich wollte ich mir die klassischen Sehenswürdigkeiten anschauen, aber ich wollte auch Zeit haben, in einem der zahlreichen Parks spazieren zu gehen oder den Tag in einer Pizzeria ausklingen zu lassen. Ich stand also vor der Wahl, ob ich eine Liste abarbeiten wollte oder von vornherein eingestand, dass es unmöglich war, alles zu sehen.

Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit, weil ich nicht nach einem einwöchigen Urlaub völlig erschöpft nach Hause fahren wollte. Natürlich verzichtete ich nicht völlig auf meine Liste. Aber ich schrieb eben auch Dinge darauf, wie Eis essen oder Aperol trinken und den Sonnenuntergang bewundern.

Dolce Vita

Anstatt also von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen, beschloss ich, die sprichwörtliche Lebensfreude aufzusaugen. Für Kaffeeliebhaber wie mich ist eine Reise nach Rom eine Offenbarung. Egal, wo ich mir eine Tasse Kaffee oder Espresso kaufte – sie schmeckte immer köstlich und kostete nie mehr als zwei Euro. Aber auch die römischen Pizzen sind legendär, meiner Meinung nach zu Recht, denn ich habe noch nie eine so köstliche Pizza gegessen wie dort.

Aber die italienische Küche bietet noch viel mehr, als Pasta und Pizza. Für mich war es zum Beispiel immer ein besonderer Genuss, mit meinem Freund einen Vorspeisenteller zu essen und mit einem Glas Aperol anzustoßen, während wir das quirlige Leben um uns herum genossen. Umso erstaunlicher fanden wir es, dass es in den verwinkelten Gassen auch Restaurants gab, die fast schon abgeschieden wirkten, obwohl sie nur einen Steinwurf vom Trevibrunnen oder der Engelsburg entfernt lagen.

 

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